Pilates jenseits der Perfektion – Intention, Körper & echte Praxis
Videobeschreibung
In dieser besonderen Gesprächsrunde zum 10-jährigen Jubiläum von Natascha bei Pilates and Friends tauschen sich Kerstin Bredehorn und Natascha Eyber über ein zentrales Thema der Pilates-Methode aus: Perfektion, Intention und den eigenen Weg im Körper.
Ausgehend von persönlichen Erfahrungen aus Tanz, Ausbildung und Unterricht sprechen sie darüber, warum Pilates kein Wettbewerb ist, weshalb Übung ein Prozess bleiben darf und wie wichtig es ist, den eigenen Körper mit all seinen Möglichkeiten und Grenzen anzunehmen. Sie reflektieren den Einfluss von Social Media, Idealbildern und äußeren Erwartungen – und setzen dem die Idee von Bewegung um der Bewegung willen entgegen.
Ein ehrlicher, inspirierender Dialog über Lernen, Älterwerden, Freude an Bewegung und darüber, was Pilates im Kern wirklich ausmacht: Präsenz, Tiefe und echte Verbindung zum eigenen Körper.
Ein Video für Trainer*innen, Übende und alle, die sich im Pilates manchmal fragen, ob sie „genug“ sind – und hier eine klare Antwort finden.
Transkript des Videos
Kerstin Bredehorn: Hallo ihr Lieben, Natascha ist hier. Ich freue mich. Zehn Jahre! Ja, zehn Jahre! So schön! Ist auch ein bisschen schlimm, wie schnell zehn Jahre rumgehen.
Natascha Eyber: Wahnsinn, oder? Wahnsinn! Und wie viel, was da alles passiert ist dazwischen drin. Und ich war ja wirklich total regelmäßig hier, bis auf die Corona-Zeit, wo wir ja nicht konnten. Also da gab es die Unterbrechung, aber auch das ist so gefühlt schon so ewig weit. Und es ist so toll, diese Tradition zu haben.
Ich bin so froh, hier zu sein. Und auch dann immer dieses Verbinden mit einem Workshop. Also das finde ich einfach so schön. Und was ich toll finde, ist, dass hier immer so viele Leute von unterschiedlichen Instituten zusammenkommen. Das ist eben verschiedener Inputs, dass man wirklich teilt und Meinungen und jeder kennt die Übung ein bisschen anders und dann trotzdem kommt man auf einen gemeinsamen Nenner und so. Finde ich total schön.
Kerstin Bredehorn: Ja und finde ich auch und die, ich finde auch die Abende dann schön, wo wir uns einfach austauschen und so kam jetzt auch dieses Gespräch, so wenn wir so, worüber wollen wir denn, es wäre halt schön, wenn wir da die Kamera laufen lassen würden, Ingo kommt einfach nächstes Mal mit ins Restaurant um direkt das aufzunehmen, weil wir halt natürlich immer irgendwelche Themen, die uns interessieren.
Natascha Eyber: Und dieser Austausch ist einfach so schön, oder? Und das genieße ich immer total und wir brauchen das auch so und gestern habe ich dann einfach so noch vom Workshop mitgebracht, der eigentlich ist ein Workshop von Ray Lezakowicz und es ging über Cueing, the art of Cueing. Und wie cue ich, wie gebe ich die besten Anweisungen, um eben die Übung bestmöglichst auszuführen, wo drauf kommt es an. Und nicht nur bei dem Workshop, sondern auch bei anderen komme ich in letzter Zeit immer wieder an den Punkt, wo irgendjemand sagt, ja aber ich traue mich das gar nicht als Lehrer vorzuzeigen, weil das sieht bei mir nicht gut aus.
Kerstin Bredehorn: Oder nicht perfekt.
Natascha Eyber: Oder nicht perfekt. Oder ich kann meine Knie nicht strecken im Open Leg Rocker, deswegen mache ich den nicht. Und das habe ich früher nicht so gehört tatsächlich. Und es bringt mich immer wieder zu dem Thema, was ist Perfektion in Pilates? Und ich möchte mal anfangen bei mir selber, weil ich komme, das wissen viele, vom klassischen Tanz. Und der klassische Tanz, das mögen jetzt viele klassische Tänzer nicht gerne hören und das ist auch egal. Es ist für mich trotzdem in irgendeiner Form ein Wettkampfsport. Es ist natürlich Kunst, klar, und wie gesagt, viele klassische Tänzer und Tänzerinnen hören natürlich den Begriff Sport nicht gerne, aber jetzt im reinen Sinne von, ja, natürlich ist es Kunst, und die Kunst hat eine Ästhetik, aber es hat natürlich auch was damit zu tun, wie hoch muss das Bein sein, wie viele Pirouetten muss ich drehen, wie soll dieser Split aussehen und so weiter. Höher, schneller, weiter und das ist bei uns auch so und wenn man die von damals, neulich war ich in einer Ausstellung in Dänemark von Degas und da sieht man die Ästhetik von damals so. Da hat sich heute total viel geändert. Das ist Wahnsinn, was diese Körper heute machen können. Aber natürlich ist man als Tänzer immer in diesem Wettbewerb. Ja, ich muss genauso hoch springen wie der oder ich muss genauso viel Pirouetten drehen wie die oder ich muss mein Bein noch höher bringen und so. Man ist gefangen im Spiegel, man steht ständig da und kontrolliert seine Position. Und damals war ich, als ich Pilates entdeckt und gelernt habe, 2003 war ich zwar nicht mehr so aktiv im Tanz, aber ich habe Tanz unterrichtet und ich fand es damals schon als Pädagogin schwer, das rüberzubringen an die Tänzer, dass die sich nicht so festfahren in diesem, ich muss so sein wie jemand anderes, sondern sich selber annehmen lernen. Und das war für mich auch eine schwere Reise, weil man denkt, ja, aber die hat viel längere Beine und die kriegt ihr Bein viel höher und so. Und dieses wirklich hat bei mir, da bin ich ganz offen, hat sehr lange gedauert meinen Körper so anzunehmen wie es und auch zu entdecken everybody is different nobody is perfect. Ja ich kriege vielleicht mein Bein nicht so hoch wie die Kollegin aber ich springe halt ein Ticken höher jeder hat irgendwas Tolles und damals als ich Pilates kennengelernt habe, da habe ich gedacht, wie befreiend ist das denn, dass ich mich nur mit meinem eigenen Körper beschäftigen kann und in einer völlig wettbewerbsfreien Atmosphäre arbeiten kann. Auch gestern im Workshop bin ich gefragt worden, ja, was hältst du von Spiegel im Pilates und so. Einfach mit mir selber sein. Und ein Spiegel schadet nicht, um ja mal eine Linie zu kontrollieren aber eigentlich ist es doch die mind body connection die so wichtig ist in unserer Methode
Kerstin Bredehorn: oder was du gerade gesagt hast mit dem Wettbewerb, ich habe das schon 20 jahre her da sagt jemand zu mir, der sehr sportlich ist, Fahrrad fährt und man kann irgendwie so die Tour de France, nicht die Tour de France gefahren aber das gibt es so eine Vorfahrt oder Nachfahrt, man fährt die dann so nach. Das hat er gemacht und er hat jeden Tag Fahrrad gefahren und so und er sagte, was mich so begeistert an dem was du tust oder was ihr tut, ist, dass ihr euch einfach bewegt. Das ist ihm so fremd und er möchte da so gerne hin und versucht es mit Tai Chi oder so, weil er sagt zum Beispiel, das ist eine Sucht, also jetzt in seinem Fall, also man fängt an mit Fahrradfahren und das ist so, ja und alle wow, toll und so und dann irgendwann hast du nichts mehr außer Fahrradfahren und er sagte dieses sich bewegen um des Bewegenswillen und ich dachte, stimmt, das ist so. Und natürlich habe ich den Ehrgeiz, vielleicht eine Übung irgendwie besser zu machen. Also ich bin tatsächlich nicht so perfektionistisch, was das angeht. Aber ich höre das eben auch immer wieder in der Ausbildung. Und als du gerade sagtest, ich mache den Open Leg Rocker nicht, weil ich kann die Beine nicht strecken, das ist natürlich, denkt man so, ja genau deswegen. Und ich sage dann immer, deswegen heißt es ja auch Übung. Also das ist eine Übung, weil man sie übt.
Natascha Eyber: Genau und ich glaube, das ist dieses, auch diese Reise, diesen Prozess zu genießen. Und ich bin tatsächlich von Basi her und wer Rail kennt, Rail ist in einer gewissen Weise sehr perfektionistisch und ich arbeite gerade, ich unterrichte ja seit jetzt einiger Zeit das Teil vom Legacy-Programm, sein Mentor, Master 1, Master 2 mit diesen ganzen großen Sachen, mit dem Star und mit der Highbridge und Sachen, wo ich auch immer wieder gefordert werde zu üben. Es ist eine Reise. Ich könnte manche Dinge bin ich echt noch dran am Arbeiten und immer wieder am Perfektionieren. Ich habe aber Spaß dabei, dies zu tun, weil ich selber immer wieder in diese Entdeckungsreise gehe. Und Rail sagt immer, und wie gesagt, wer BASI® ein bisschen kennt, der weiß, Rail will das Handgelenk genau unter den Schultern haben und so weiter. Der ist da sehr perfektionistisch, sagt aber gleichzeitig immer, und das sagt er sehr oft, Strive for Perfection, Recognize Intention. Und das sagt er sehr oft. Strive for perfection, recognize intention.
Und das sagt er mir. Wir müssen auch als Lehrer, wir müssen einfach die Intention des oder derjenigen sehen, einfach ja, vielleicht sind die Beine nicht gestreckt, aber der Rücken ist gerade und der oder diejenige versucht wirklich diese Schulterstabilität. Die hat einfach Pilates verstanden. Die hat die Zentrierung, die hat das und sie versucht, aber sie arbeitet eben mit ihren Möglichkeiten in ihrem Level und sie hat die richtige Intention, die wir in Pilates eben haben. Diese Zentrierung, diese Methode, die Atmung, die Konzentration, die Präzision und so.
Kerstin Bredehorn: Weil das ist dann für mich der Spaß an der Bewegung. Das andere ist ein ich limitiere mich und dieses so ich, man hört ja sogar auch von Leuten die sich eigentlich für Pilates interessieren, dass sie sagen ich kann da nicht hingehen, weil ich bin nicht beweglich. Genau. Und das ist ja, das hört man ja immer wieder, es geht ja nicht nur um Trainer, sondern, und glaubst du auch, dass es durch Social Media immer mehr so wird, das denke ich, dass man da durch die KI generierten idealen Bilder und man denkt, okay, so der Körper muss so aussehen, damit der Pilates machen kann. Nee.
Natascha Eyber: Genau und ganz oft ist es KI generiert und ganz oft und da muss man auch mal, wenn man genauer hinschaut, dann muss man sich fragen, ist es Pilates oder ist es eine Übung, die auf einem Gerät stattfindet? Also es gibt so und so. Es gibt tolle Menschen mit tollen Körpern, die drauf und das ist total in der Pilates-Methode drin. Und da sieht man andere, wo man denkt, naja, das sieht ganz gut aus, aber wenn ich genauer hingucke und in die Methode rein, dann ist es halt nicht so. Aber diese Menschen, die das so toll können und diese Körper haben und wo Pilates auch Pilates ist, ich kann mich ja inspirieren lassen davon. Das habe ich gestern auch gesagt. Ich kann mich auch im Workshop, ich habe gesagt, ich kann mich ja inspirieren lassen. Ich lasse mich gerne, die mich ein bisschen besser kennen, wissen, dass meine zweite Passion neben Pilates Karate ist. Ich lasse mich gerne inspirieren von meinem Großmeister, der einen achten Dahn hat, indem er da den Baseballschläger mit dem Schienbein in einem Stück eben zerteilt. Ich weiß, ich werde das nie können. Ich bin inspiriert, aber ich bin nicht frustriert, dass ich das nicht kann, sondern ich denke einfach, wow, klasse.
Kerstin Bredehorn: Und so ist es aber ja mit vielen anderen Dingen auch. Also ich zum Beispiel lasse mich auch inspirieren von, wenn Menschen zum Beispiel gut kochen können. Ich kann halt nicht so gut kochen und manchmal gelingt es mir und manchmal nicht, aber trotzdem finde ich das toll. Nicht, weil ich kann nicht, ich bin kein Sternekoch, das wäre ja ungefähr das Gleiche.
Natascha Eyber: Oder dekorieren. Ich bin katastrophal im Dekorieren. Ich kann das nicht. Aber wie gesagt, wenn es Menschen gibt, die eine tolle Deko haben, ich finde das großartig und ich bewundere das.
Kerstin Bredehorn: Ja und dann versuche ich das und dann denke ich, ich mache das genau so, und dann sieht das total bescheuert aus.
Natascha Eyber: Aber wieso? Ich finde überhaupt kein Talent. Aber wie gesagt, man kann doch etwas toll finden und inspirierend finden, aber man darf sich dadurch immer mehr, krieg ich jetzt so das Gefühl, dass sich Leute manchmal dadurch demotivieren lassen im Pilates. Und das finde ich schade.
Kerstin Bredehorn: Vorhin in der Mattenklasse, die du gedreht hast, hat eine Teilnehmerin hinterher gesagt, ah, ich hab einen Teaser verkackt und dann hast du gesagt, das bringt dir eine ganz große Sympathie bei der Online-Community ein und das fand ich, also das ist eben so. Also es gibt ja Leute, die sich durchaus motivieren lassen durch Leute, die nicht perfekt sind. Also zum Beispiel, wenn ich jemanden sehe, der übergewichtig ist, ich meine jetzt mal so 30 Kilo zu viel, und der sich gut bewegen kann, dann finde ich das sehr, sehr, sehr, sehr, sehr inspirierend. Das heißt nicht, dass ich jetzt das Doppelte essen muss, aber dass jemand das kann. Das ist nicht, dass ich, genau.
Natascha Eyber: Richtig, und dass jeder mit seinem Körper und seinen Möglichkeiten arbeitet und dass es wirklich eben auf diese Tiefe ankommt. Und natürlich spielt die Ästhetik eine Rolle, aber es ist schade, wenn wir in ein, wo wir immer gesagt haben, wir sind Pilates ist wettbewerbsfrei und uns plötzlich in einen Wettbewerb begeben, ich muss so sein wie jemand anderes und das, das finde ich schade.
Kerstin Bredehorn: Es frustriert ja auch total weil man wird ja nie jemand anders also ich meine, ich habe nun mal diesen Körper und ich kann eben, ich versuche immer daran zu arbeiten damit ich auch gesund alt werde, das ist mein Ziel mein Ziel ist nicht mehr in die Größe 34 zu passen und es findet ja auch jeder was anderes ästhetisch, jemand anders findet einfach eine ganze mini Person ästhetisch und jemand anders findet es halt schöner, wenn da ein bisschen mehr dran ist.
Natascha Eyber: Ja und ich habe auch in der Ausbildung beobachtet, dass Leute, die einen mehr, sag ich mal, limitierten Körper haben, die vielleicht ein bisschen verkürzt sind oder die ein bisschen steifer sind in der Wirbelsäule oder sowas, dass die am Ende, wenn die zur Prüfung kommen, ist das so viel tiefer verstanden, weil die mussten sich ja da hinarbeiten. Die sind ja durch eine Reise gegangen, wogegen andere, die dann die super beweglichen Körper haben, die immer bewundert werden dann auch von anderen in der Ausbildung, die kann das und so. Wo aber dann, da muss ich eine Trainerin zitieren, die vor vielen Jahren ausgebildet habe, die hat mal gesagt, so zu mir hat gesagt, hat sich was angeguckt und hat gesagt, man kann auch viel Pilates machen, ohne Pilates zu machen. Und da hat sie eigentlich so auch den Nagel auf den Kopf getroffen. Man kann viele Positionen einnehmen, ohne die Methode zu verinnerlichen. Und dann andere wieder, die durch diese Reise gegangen sind in ihrem Körper und da Dinge überwunden haben. Und ich trainiere immer einmal die Woche mit meiner Kollegin und Freundin, Jodie Stern, die ist in Kalifornien. Und wir machen eine Online-Schaltung und wir gehen durch dieses ganze schwere Repertoire. Und wir haben so viel Spaß dabei, die Dinge auszuprobieren. Und dann oft sagen sie so, am Anfang probieren wir das aus. Und dann sagt Jodie “this is a never” und dann löst sie, okay “this is a never”, wir probieren es trotzdem und dann irgendwie probieren wir es weiter und dann irgendwann sagen wir “wow, it's not a never, it's a no” und dann gehen wir weiter, dann kommt der maybe und dann irgendwann sagen wir wow, das geht jetzt schon ganz gut, ist noch nicht perfekt, aber geht schon ganz gut. Und wir haben so viel Spaß an dieser Entdeckungsreise. Und ohne dabei frustriert zu sein. Und ich kann es nur jedem, ich hoffe, dass jeder einfach auch an der, der unterrichtet, einfach sagt, ja, das bin ich und da bin ich jetzt. Und wie du sagst, da hat man doch viel Sympathie von unseren Kunden, die einfach sagen, wow, ja, okay, die kann das auch nicht, aber es sieht trotzdem toll aus. Und ich probiere das jetzt auch nochmal.
Kerstin Bredehorn: Und was du gerade sagtest, dass Leute in deine Ausbildung kommen, die sehr viel hart arbeiten, dass sie zum Beispiel verkürzt sind. Ich finde auch, dass häufig die besten Lehrkräfte die Menschen sind, die vielleicht durch eine Verletzung oder durch irgendeine Limitierung zum Pilates gekommen ist. Also ganz häufig ist es so, das finde ich, wenn Tänzer oder Menschen, die ganz gut mit ihrem Körper umgehen, da ist wenig Entwicklung dann in so einer Ausbildung und sie haben den Grund von Pilates gar nicht so wirklich verstanden. Sie können auch häufig nicht verstehen, dass Leute irgendwas nicht können. Aber wenn ich von der Verletzung komme oder wenn ich von selber von der Limitierung komme, kann ich das viel besser mit, bekomme ich viel besser mit, was meine Kunden dann vielleicht auch brauchen.
Natascha Eyber: Ja und wenn auch dieser, wo ich jetzt auch schon bin, so noch nicht ganz 60, aber dann bald, dieser Prozess des Älterwerdens, Ich komme vom klassischen Tanz, ich kam früher wie nix in den Swan rein, das war leicht. Und ich sehe heute diese jungen Trainerinnen und die können das und ich kann das nicht mehr. Und ich werde das auch nicht mehr können, weil meine Wirbelsäule ist jetzt einfach fast 60 und nicht mehr 20. Und trotzdem kann ich noch Spaß haben an diesem Finden, dieser Extension, an diesem Erarbeiten, an diesem Erhalten, was noch geht und sowas, ohne mich davon frustrieren zu lassen. Und das ist auch so ein wichtiger Prozess, finde ich, weil man wird nicht immer so sein, wie man mal war. Und auch das muss ich annehmen und mit meinen Möglichkeiten weiterarbeiten. Und dann freue ich mich immer, wenn Dinge noch teilweise besser gehen, als sie früher gegangen sind, weil ich es besser verstanden habe. Vielleicht nicht mehr in dem Bewegungsradius, aber viel, wenn ich dann angucke, denke ich mir, das ist nicht mehr so hoch, ist aber irgendwie viel schöner von der Kurve her. Und wie gesagt, alles was ich einfach so wichtig finde, ist, dass jeder eben mit seinen Möglichkeiten und dann tatsächlich das Beste an Präzision, was ja ein Teil ist unserer Ausbildung, die Stabilität, die Anbindung, die Zentrierung und so weiter und so fort das ist alles wichtig aber ob die Beine gestreckt sind im Open Leg Rocker oder nicht ich persönlich denke, wenn alles so lang es verstanden ist, die ist doch okay, also alles andere ist auch okay, wir couragieren jeden, sich motivieren zu lassen aber nicht demotivieren zu lassen und mit seinem Körper annehmen und mit seinen Möglichkeiten arbeiten. Das finde ich total wichtig.