Videobeschreibung
Der Unterschenkel bzw die Wade wird auch das zweite Herz genannt. (Es ist auch ein Zwillingsmuskel) Es kommt daher, weil die Wade die Lymphe und das Blut im Körper wieder nach oben pumpt (wie das Herz, das Blut durch den Körper).
Je gleitfähiger die Strucktur hier ist, desto bessser "pumpt" es. Hier kannst du wunderbar mit dem Ball die Innenseite (medial der Wade) der Strucktur beleben/massieren. Dieser Bereich kann an zwei Punkten empfindlich sein und benötigt dort die Massage besonders.
Wir beleben hier auch übelappend den Nieren- Blasenmeridian. Massiere behutsam mit sanftem Druck die Struktur ab und bleibe gerne länger an den Punkten, wo du ein deutlicheres "Feedback" bekommst.
Mache das auf beiden Innenseiten deiner Unterschenkel.
Transkript des Videos
Wenn du das Gefühl hast, du hast schwere Beine oder vielleicht auch im ganzen Körpergefühl eine Schwere, können wir faszial mit dem Ball wunderbar am Unterschenkel arbeiten. Und es ist ja sowieso faszial, am Unterschenkel zu arbeiten, in der Wade oder am Schienbein ist es echt immer ein bisschen schwierig. Tut unglaublich weh. Ihr kennt das vielleicht von den Rollen, aber mit dem Ball kann man wunderbar punktuell und manuell isolierter arbeiten. Was ganz toll ist, wenn du so ein bisschen weiter denkst, wir haben ja auch Meridiane im Körper. Das heißt, hier fließen mehrere Meridiane lang. Aber mein Gedanke ist, mehr oder weniger auf den Nierenmeridianen zu arbeiten und da Punkte zu beleben.
Und du wirst es sicherlich spüren. Ein Punkt wird ein bisschen intensiver sein als der andere und den kann man wunderbar gut beleben. Und nimm dir dafür ruhig ein bisschen Zeit. Also mach das jetzt nicht unbedingt nur so kurz, wie ich es jetzt hier in dem Video dir hier zeige, es ist ja die Idee, dass du weißt, was du zu tun hast. Und zwar nimmst du den Ball und das ist relativ einfach, weil die meisten Hosen haben auf der Seite eine Naht. Und an der Naht kann man sich wunderbar orientieren, beziehungsweise spürt man hier sehr deutlich die Kante vom Schienbein. Das heißt, du platzierst unterhalb des Knies hier oben rein den Ball an die Kante vom Schienbein, nicht auf das Schienbein drauf, sondern so davor. Das spürt man relativ gut und deutlich. Und ich nutze immer meine flächige Hand. Und die Idee ist wieder, mit einem sanften Druck ins Gewebe einzutauchen, zu gucken, wie weit komme ich rein in das Gewebe und dann kleine Kreise oder vor und zurück.
Du kannst auch dein Körpergewicht mitbenutzen. Macht auch Sinn, dass es nicht so intensiv nur aus dem Arm ist. Und dann arbeitest du dich langsam peu à peu an der Kante deines Schienbeines beziehungsweise vielleicht auch wirklich an deiner Hosennaht entlang und Du wirst spüren, an welcher Region, an welcher Stelle die Intensität am größten ist. Manchmal braucht man auch ein paar Wiederholungen und dann kommt erst der Impuls. Je nachdem, wie die Struktur deines Gewebes da quasi beschaffen ist gerade. Du kannst auch die Hände wechseln. Ich bin jetzt runtergegangen. Und wenn du, ich sag mal so drei Finger Breite oberhalb deines Knöchels hörst du auf und dann fährst du wieder von unten nach oben hoch.
Und da merke ich hier, da ist Bedarf, da merke ich das ordentlich. Und je höher ich komme, spürst du vielleicht auch, dass du tiefer ins Gewebe eintauchen kannst. Oft ist es hier unten an der Fessel tatsächlich gebündelt, ein bisschen fester. Und wie gesagt, wenn du oben angekommen bist, wieder nach unten runter und lass dir Zeit. Wenn du da bist, schmieg dich ins Gewebe rein. Ich sage immer so flirte mit dem Gewebe. Das Nervensystem reagiert ja auch. Und ich merke jetzt so richtig, so der Zug, so ein Jucken. Das fühlt sich so an, als wenn man so ein Filzgewebe so ein bisschen auseinander, also Filzstoff, nicht Gewebe, Filzstoff, so auseinanderziehen will. Das ist ja auch immer so ein bisschen zäh. So fühlt sich das bei mir an. Und es juckt auch ein bisschen. Es wird wärmer und wieder nach unten runter. Also, da kann ich jetzt anhalten. Wenn du unten angekommen bist, gerne wieder mit Druck und mit so einem leichten Schub nach oben hoch. Freut sich auch dein Lymphsystem. Könnte auch ein bisschen intensiver werden. Das ist die Idee. Oben anfangen, runter rollen, unten wieder nach oben hoch. Und nimm dir ruhig die Zeit. Denk dran, dass du deinen Körper mit benutzen kannst.
Du wirst Gewicht vor und zurück verlagern. Nimm wirklich den Gedanken auf, nicht den Ball, wer weiß wie reinzudrücken, dass das Gewebe es erlaubt. Also wenn du merkst, dass das Gewebe zu schnell zu macht oder du die Muskulatur aktivierst, dann ist der Druck zu doll. Dann geh lieber ein bisschen raus. Wir wollen nicht den Schmerz suchen. Wenn einer kommt, also wenn ein Symptom oder ein Wohlweh, möchte ich sagen, das gibt es ja. Es kann schon intensiv sein, aber dass du sagst, wenn ich jetzt hier oben bin, da merke ich den Punkt bei mir, da würde ich mich jetzt ein bisschen länger dran aufhalten und länger aufhalten.
Das können wirklich fünf Minuten sein. Also erlaubt das ruhig. Wir fangen hier oben an, an der Schienbeinkante runter, unten auch. Benutz ruhig die volle Wegstrecke und mach das natürlich gerne sowohl auf deiner linken als auch auf der rechten Seite. Schreib mir in den Kommentaren, was passiert ist. Stell dich auch gerne hin. Spüre nach, was passiert. Merkst du einen Unterschied? Vielleicht auch wieder mehr Freiheit auch im Kniegelenk. Viel Erfolg!