Videobeschreibung
Mit den "Schwabbel" können wir gezielt zwischen den Sitbeinhöckern sitzen und diese wertvolle Region faszial beleben.
Die Sitbeinhöcker sind zentrale Knotenpunkte für die fasziale Vernetzung im Beckenbereich. Durch die zahlreichen Muskel- und Faszienansätze wirken sie als "Anker" für die Verbindung zwischen Oberkörper, Wirbelsäule und den unteren Extremitäten. Durch das Beleben der Strukturen wirst du nicht nur im Langsitz leichter sitzen können, sondern verbesserst auch die Vitalität des Gesamtorganismus und die Aktivität des Beckenbodens.
Vor allem die mittlere Beckenbodenmuskulatur erreichen wir mit dem "Schwabbel" in dieser Position. Hüftprobleme können sich reduzieren und präventiv durch die "Massage" vorgebeugt werden. Spüre den vorher/nacher Effekt.
Transkript des Videos
Mit der Fascia Roll von Eric Franklin kannst du ganz toll den Beckenboden beleben. Vor allem die Sitzbeinhöcker, die ja wirklich Ankerpunkte sind von faszialen Strukturen und muskulärer Struktur im Beckenbereich. Und ich nenne die Fascia Roll, ich nenne ihn Schwabbel, weil der so schwabbelig ist. Bei Fascia Roll, da muss ich mich ganz schön konzentrieren. Also wenn ich Schwabbel sage, meine ich die Fascia Roll.
Ich finde die sehr, sehr gut fürs Faszientraining, weil gerade am Beckenboden du keine Schmerzen wirklich dadurch hast und trotzdem der Effekt da ist. Folgendermaßen, du legst den Schwabbel quer und setzt dich on top mit dem Becken oben drauf. Die Idee ist, dass der Schwabbel quasi innen zwischen den Sitzbeinhöckern ist. Parkst die Beine lang aus, gerne ein bisschen breiter als Hüfte.
Du kannst die Hände am Boden fixieren und schau, dass du stolz drauf sitzt, dass du nicht so träge auf dem Schwabbel drauf sitzt, sondern schön stolz. Und dann federwipp aus den Füßen vor und zurück, sodass du mit deinem Becken zwischen den Sitzbeinhöckern auf dem Schwabbel wippst. Und das ist prima. Klar gibt es angenehmere Positionen, aber wir wollen ja im Beckenboden, der stark faszial durchzogen ist, dass wir da das Gewebe beleben.
Sowohl faszial und auch muskulär. Das kannst du ruhig so ein bisschen, tja, ich sage jetzt mal so 1-2 Minuten kann man das gerne ruhig machen. Ein leichtes Rocking. Und dann stoppe. Also 1-2 Minuten gerne machen. Dann holst du dir die Fußsohlen aneinander, sodass du hier im Diamantsitz bist und dann lässt du dich von Seite zu Seite schaukeln.
Schön langsam. Die Idee ist wieder, dass wir medial von den Sitzbeinhöckern mit dem Schwabbel einmal eintauchen und die Struktur beleben. Und da merkt man auch sehr deutlich, kippt man zur einen Seite leichter als zur anderen. Auch das kannst du gerne so in deinem Rhythmus 1-2 Minuten machen und dann kommst du wieder in der Mitte an. Und was ich auch sehr schön finde, ist dieses Federn wie so Schmetterlingsflügel. Achte darauf, dass du wieder schön gerade on top sitzt und die Beine nach außen bouncen. Sehr gut. Und auch hier wieder gerne ein, zwei Minuten federn, bouncen oder nur die Bewegung machen. Quasi ein bisschen spielerisch mit dem Schwabbel zwischen den Sitzbeinhöckern arbeiten.
Und dann stoppen. Streckt die Beine gerne wieder weiter auseinander aus und dann bring die Arme nach vorne. Und dann roll dich einmal vom Kopf her nach vorne ab und dann feder einmal vor. Halt die Bauchdecke sanft aktiv, sodass du im unteren Rücken Kontrolle hast. Und dann darfst du gerne jetzt nicht nur in der geraden Position arbeiten, sondern mal so ein bisschen zur Seite federn in die Mitte und zur anderen die Arme einfach hängen lassen und dann roll dich wieder vom Becken nach oben hoch. Gerne vielleicht nochmal federn, wenn du so eine Reihenfolge gemacht hast. Und der Rückweg jetzt, wenn wir vom Schwabbel runterkommen, das ist der Knaller. Du kippst einfach zur Seite, nimmst den Schwabbel raus und setzt dich einmal hin und der gerade lange Sitz fühlt sich federleicht an. Du hast das Gefühl, du sitzt in so einer Kuhle drin und es ist wirklich auch eine wunderbare, schöne Vorbereitung, um in ein Training einzusteigen oder aber wirklich auch den Beckenboden zu entspannen und faszial zu trainieren. Probier es aus und schreib mir deinen Vorher-Nachher-Effekt.